Neujahr – hier und anderswo
Frankfurt am Main [ENA] In Deutschland feiern wir das neue Jahr mit lautem Feuerwerk und meist in ausgelassener Stimmung. Aber ist das wirklich überall auf der Welt so? Nein, es gibt viele schöne und interessante Bräuche. Einige davon möchten wir an dieser Stelle vorstellen.
Wie erwähnt wird in Deutschland und in vielen anderen Ländern auch das neue Jahr mit lautem Feuerwerk begrüßt. Ursprünglich ist dies ein heidnischer Brauch, mit dem Sinn, die bösen Geister zu vertreiben. Das erste europäische Feuerwerk gab es 1379 in Italien. Deutschland hatte das erste Feuerwerk 1506. Doch schon davor war Lärm das Mittel der Wahl, wenn es um die Vertreibung der bösen Geister ging. Im Mittelalter zum Beispiel lärmten Menschen mit allem, was laute Geräusche erzeugt. So wurden beispielsweise Töpfe, Rasseln, Trommeln und Trompeten genutzt, um möglichst viel Lärm zu erzeugen.
Es geht aber auch viel leiser. In Argentinien zum Beispiel. Dort verabschiedet man sich vom alten Jahr, indem man Papierschnipsel, die aus alten Akten gewonnen wurden, aus dem Fenster oder von brücken wirft. Es „schneit“ also Papier. Symbolisch will man sich hierdurch von den Lasten des alten Jahres verabschieden. Die einzigen, die das weniger freuen wird, sind die Männer und Frauen der Müllabfuhr. Für sie beginnt das neue Jahr mit viel Aufräumarbeit.
Haben Sie schon mal was von Silvesterkläusen gehört? Nein? Dann wird es höchste Zeit für eine Reise in die Schweiz. Tatsächlich marschieren in einigen Teilen der Schweiz Menschen als Nadelbäume verkleidet von Haus zu Haus. Mit Reisig, Zweigen, Moos und Flechten werden Kostüme gebastelt, in denen Menschen von Haus zu Haus ziehen, um dort ein gutes neues Jahr zu wünschen.
Das höchste Fest des Jahres ist das Neujahresfest für die Japaner. Natürlich gibt es einige Traditionen, die für das Fest gelten. So gibt es beispielsweise kleine klebrige Reiskugeln namens „Mochi“ zum Essen. Und das klingt leichter, als es ist. Diese Kugeln sind so klebrig, dass es schwer fällt sie zu schlucken. Man sollte Mochi immer in Gesellschaft essen, damit jemand helfen kann, wenn einem die Kugel sprichwörtlich im Hals stecken bleibt. Ein weiterer Brauch ist das Versenden von Neujahrkarten mit Glückwünschen. Und Kinder bekommen in schicken Umschlägen verpackt ein extra Taschengeld zu Neujahr.
Egal wie und wann Sie feiern - wir wünschen Ihnen einen guten Rutsch in ein gesundes, friedvolles und erfolgreiches neues Jahr.




















































