Sonntag, 22.07.2018 23:58 Uhr

Welt Down-Syndrom Tag

Verantwortlicher Autor: Michael Hofmann Frankfurt am Main, 25.03.2018, 14:07 Uhr
Presse-Ressort von: Michael Hofmann Bericht 5757x gelesen
Socken rocken
Socken rocken  Bild: Michael Hofmann

Frankfurt am Main [ENA] Am 21. März war der 13te Welt-Down-Syndrom Tag. Dieser Tag wurde 2006 in Genf ins Leben gerufen und ist seit 2012 von den Vereinten Nationen anerkannt. Der 21.03. symbolisiert das charakteristische Merkmal des Down-Syndroms, nämlich das dreifache Vorhandensein des 21. Chromosoms.

Bundesweit gab es viele Veranstaltungen zu diesem Thema. So zum Beispiel in Marburg, wo es hieß „Socken rocken“. Dies ist ein Brauch, den der Deutsch-Schwedische Freundschaftsverein Marburg e.V. nach Deutschland brachte und bei dem alle beteiligten verschiedenfarbige Socken anziehen. Mit dieser Aktion will man auf die bunte Vielfalt hinweisen und die Sympathie fürs „anderssein“ ausdrücken. In Schweden sind es ca. 250 Tausend Menschen, die an diesem Tag andersfarbige Socken tragen.

Dennoch, viele betroffene Eltern klagen immer noch darüber, dass sie im Alltag auf Probleme stoßen. Selbst auf Behörden und Ämter würden Steine in den Weg gelegt. Doch eigentlich beginnt die elterliche Tortur schon viel früher, nämlich in der Zeit der Schwangerschaft. Nicht selten stoßen Eltern, die sich trotz festgestellten Down-Syndrom für das Kind und somit gegen eine Abtreibung entscheiden, bei den Ärzten auf Unverständnis. Vielleicht sollten diese Ärztinnen und Ärzte mal einen Tag mit solch einer Familie verbringen. Fast ausschließlich hört man von den betroffenen Eltern, dass ihr Kind mit Down-Syndrom sehr viel Freude in den Alltag bringt und man die Entscheidung für das Leben nie bereut hat.

Ich will diesen Bericht mit einem Zitat von Richard von Weizsäcker beenden. Er sagte „Es ist normal, verschieden zu sein.“

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