Dienstag, 31.03.2020 20:38 Uhr

Was sich für Autofahrer 2020 ändert

Verantwortlicher Autor: Michael Hofmann Frankfurt am Main, 17.12.2019, 18:55 Uhr
Presse-Ressort von: Michael Hofmann Bericht 7388x gelesen
Jahreswechsel für Autofahrer
Jahreswechsel für Autofahrer  Bild: pixabay.com (cco-Lizenz) & M. Hofmann

Frankfurt am Main [ENA] Wie mit jedem Jahreswechsel, wird es auch 2020 neue Gesetze, Regelungen und Änderungen geben, die Autofahrer wissen sollten. Ob erhöhte Bußgelder oder geänderte Versicherungstypklassen – für nicht informierte kann es leicht teuer werden. Im Folgenden alle wichtigen Neuerungen für Autofahrer in 2020.

Von der Änderung der Typklassen der KFZ-Versicherung sind laut Mobil in Deutschland e.V. rund elf Millionen Autofahrer betroffen, wovon 6,5 Millionen mit einer Erhöhung der Beiträge rechnen müssen. Meist wird die Typklasse um eine Stufe nach oben oder unten verändert. Am besten trifft es den VW T-Roc (1.5 TSI) oder den Kia Stonic (1.2), die beide um vier Klassen in der Haftpflichtversicherung herabgesetzt werden. Weniger gut haben es Fahrer beispielsweise eines Honda Jazz Hybrid (1.4, 2011-2015), der gleich um drei Klassen erhöht wird.

Durch ein neues Verkehrsschild soll es mehr Sicherheit für Radfahrer geben. Es soll ein Verbot für das Überholen von Radfahrern für bestimmte Streckenabschnitte regeln. Und auch dort, wo das Überholen erlaubt ist, muss künftig ein Abstand von 1,5 Metern innerorts und 2 Metern außerorts gehalten werden. Bisher war nur von „ausreichendem Seitenabstand“ die Rede. Außerdem sollen an Orten, wo das Fahrrad vorherrschendes Verkehrsmittel ist, sogenannte Fahrradzonen eingeführt werden. In diesen Zonen dürfen nur Fahrräder fahren, es gilt Tempo 30 und Fahrradfahrer(innen) dürfen auch nebeneinander fahren.

Kennzeichnung für Carsharing-Parkplätze

Vermehrt soll es auch besonders gekennzeichnete Parkplätze für Carsharing Fahrzeuge geben. Diese Plätze sind durch ein neues Schild gekennzeichnet. Parken dürfen dort nur Fahrzeuge, die einen Ausweis für Carsharing-Fahrzeuge haben und dieser hinter der Windschutzscheibe liegt. Leider gilt dies nicht für private Carsharing-Gemeinschaften, sondern nur für professionelle/ gewerbliche Anbieter.

Auch der Bußgeldkatalog birgt einige Änderungen. So kostet das Parken in zweiter Reihe in 2020 künftig statt € 15,- bis € 30,- nun bis zu € 70,-. Gleiches gilt für das Parken auf Geh- und Radwegen sowie für das Halten auf dem Schutzstreifen. Bei Behinderung droht zusätzlich noch ein Punkt in Flensburg. Zusätzlich soll das dreiminütige Halten auf Radfahrer-Schutzstreifen verboten werden.

Rettungsgasse

Wer eine Rettungsgasse blockiert oder sie erst gar nicht bildet, wird künftig mit € 200,- bis € 320,- zur Kasse gebeten, kassiert zwei Punkte in Flensburg und gibt seinen Führerschein für einen Monat ab. Wer selbst durch die Rettungsgasse fährt oder dort einem Einsatzfahrzeug folgt, zahlt mindestens € 240,- und erhält zwei Punkte in Flensburg und ein Monat Fahrverbot.

Das Abschalten eines Notbremsassistenten wird zukünftig mit bis zu € 100,- und einem Punkt in Flensburg geahndet, wenn man schneller als 30 km/h unterwegs ist. Auch dürfen Fahrzeuge über 3,5 Tonnen innerorts nur noch in Schrittgeschwindigkeit, also mit maximal 11 km/h rechtsabbiegen. Wer schneller ist riskiert ein Bußgeld in Höhe von € 70,- und einen Punkt in Flensburg.

Natürlich erhebt dieser Bericht weder den Anspruch auf Vollständigkeit noch auf Rechtssicherheit. Es lohnt sich in jedem Fall sich beim Automobilverbänden, wie beispielsweise dem ADAC, dem AvD oder ACE – um nur die drei größten Verbände zu nennen – zu erkundigen.

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